Ein Erfolg auf Augenhöhe


Sechs Personen stehen auf einer Plattform neben einer Bronzefigur.

Positiv blicken Franziska Hoferer, Thomas Trautmann, Klaus Mack, Rudolf Müller, Mathias Schweikle und Jochen Karawau (von links) auf die Kunstinstallation rund um die Venus-Statue.

Es herrscht reges Kommen und Gehen über die Treppen zur Venusstatue auf dem Freudenstädter Marktplatz, um Bilder zu machen oder einfach nur die Aussicht zu genießen. Szenen, wie sie sich seit Ende Mai täglich abspielen, mehrfach, tausendfach. Wie viele Besucher es bisher waren, können die Initiatoren der Kunstinstallation nur schätzen. Der Verein Werk.Stadt.Schwarzwald hat mit dem überwältigenden Erfolg nicht gerechnet – und daher keine Zählung vorgenommen. Doch aus vielen Gesprächen oder über die Sozialen Medien wird klar: Die Resonanz hat alle Erwartungen übertroffen. Das Projekt wurde in Absprache mit der Stadt bis 11. September verlängert. „Was die Kreativbranche mit Vertretern aus den Landkreisen Freudenstadt und Calw geschaffen hat, sucht ihresgleichen. Damit setzen sie Impulse und bringen einen hohen Mehrwert für die ganze Region, für den Handel und den Tourismus", sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Calw/Freudenstadt, Klaus Mack.

Über Reiseportale sorgt der Venusblick weltweit für Gesprächsstoff. So haben die Initiatoren zuletzt ergänzend Erklärtafeln in Französisch und Englisch angebracht. Bei der Gruppe von Architekten, Künstlern, Designern, Mitgliedern der Musik- und Literaturbranche sei Flexibilität von Anfang an großgeschrieben gewesen, sagt Rudolf Müller, Leiter des Amts für Stadtentwicklung (3. Vorsitzender von Werk.Stadt.Schwarzwald): "Ursprünglich war eine Werkschau geplant. Dann kam Corona und beflügelte die Kreativität geradezu hin zur Idee, die Venus über einen Kubus auf Augenhöhe betrachten zu können." Die Stadt hat den Verein bei der Finanzierung, Projektentwicklung und Umsetzung stark unterstützt. Schnell fanden sich Sponsoren, die die Idee mit gut 20.000 Euro unterstützten. Und über Landesmittel gab es einen Zuschuss, dass sich laut Müller das Gratis-Museum im Freien am Ende selbst trägt. "Der Verein hat auch viel ehrenamtliche Eigenleistung eingebracht", sagt Franziska Hoferer, Netzwerkmanagerin Kreativwirtschaft bei der Stadt Freudenstadt. Froh um die Unterstützung seitens der Stadt zeigt sich Mathias Schweikle, Künstler und Stuckateurmeister (2. Vorsitzender) aus Pfalzgrafenweiler: "Die Planung von der Statik bis zur Genehmigung für eine Kunstinstallation im öffentlichen Raum wussten wir in guten Händen." Für Werbeagenturchef Thomas Trautmann ist der Venusblick ein Zeichen für die Zeit: „Die Botschaft der Statue aus dem Jahr 1954 ist der Blick nach vorne, Richtung Frieden, Aufbruch und Freiheit." Der Nagolder Ingenieur Jochen Karawau lobt die Nachhaltigkeit durch die Verwendung der Gerüstkonstruktion: „Wir haben etwas geschaffen, was weitergenutzt werden kann. Und der Verein ist darin gestärkt, weitere Projekte anzugehen."
Es gibt erste Abstimmungen, um die Werkschau neu anzugehen. „Unser Land braucht Menschen, die gemeinsam, innovativ etwas bewegen wollen. Der kreisübergreifende Zusammenschluss der Kreativwirtschaft lässt mich hoffnungsvoll in die Zukunft schauen", sagt der Abgeordnete Mack.

Text und Foto: Büro Mack