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„Man muss sie einfach machen lassen“

Votteler-Ausstellung geht mit bester Bilanz zu Ende

Über 1000 Besucher verzeichnete die Ausstellung, die im Kurhaus die einzigartige 50er-Jahre-Innenarchitektur von Heinz Möritz mit den berühmten Sitzmöbeln des Freudenstädter Designers Arno Votteler verband. Über 30 Sponsoren, aus der Region und ganz Baden-Württemberg, unterstützten die Veranstaltung. Entsprechend erfreut ist die Bilanz der beiden Kuratoren: „Die Resonanz der Öffentlichkeit und der Besucher hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, sagt Eberhard Kappler, der mit seinem Team von spek Design das konzeptionelle Gerüst der außergewöhnlichen Ausstellung entwickelt hatte. „Es ist ermutigend zu sehen, wie viele sich von unserer Idee und Begeisterung anstecken ließen“, ergänzt die Freudenstädter Innenarchitektin Birgit Stiletto. Beide Kuratoren sind sich einig: „Freudenstadt hat mit seinem architektonischem Erbe das Zeug zur Design-Marke.“

Gäste kamen von weit aus der Region

Auch an den insgesamt drei begleitenden Abendveranstaltungen mit namhaften Referenten nahmen mehrere hundert Gäste teil. Viele von ihnen waren bis aus dem Raum Stuttgart nach Freudenstadt gekommen. Hier diskutierten Vertreter aus Industrie und Wirtschaft mit Designern und Entwicklern. Die Direktorin des Design Centers Baden-Württemberg war als Moderatorin zu Gast. Die Architektenkammer Baden-Württemberg lobte für Ausstellung und Vortragsangebot Weiterbildungspunkte aus.

Lob von Expertenseite

Dass das Ganze ein solcher Erfolg wird, war nicht selbstverständlich. Ausgangspunkt der Ausstellung war das junge Netzwerk Kreativwirtschaft „Zukunft . Denken“. Doch Kreativwirtschaft und Design sind Themen, die eher in Metropolregionen, als im ländlichen Freudenstadt gesehen werden. Einen kompromisslosen Qualitätsanspruch hatten sich die Verantwortlichen deshalb auf die Fahnen geschrieben. Und die Rechnung ging auf. Spitzenvertreter aus Wirtschaft und Politik, darunter Baden-Württembergs Minister für Ländlichen Raum, Peter Hauk, lobten Mut und Weitsicht der Stadt, mit dem jungen Netzwerk einer innovativen und zukunftsorientierten Idee Raum zu geben.

Praxistest bestanden

„Dass das Potenzial in Freudenstadt vorhanden ist, davon waren wir von Anfang an überzeugt“, sagt Tina Eberhardt, die Initiatorin des Netzwerks Kreativwirtschaft. „Dennoch ist es wunderbar, dies so bestätigt zu sehen.“ Auch Freudenstadts Wirtschaftsbeauftragter Ralf Heinzelmann, der das Netzwerk in Trägerschaft genommen hat, ist zufrieden: „Dass über ein noch so junges Netzwerk so ein Event entsteht, ist toll“. Beide richten einen großen Dank an die Kuratoren: „Das Netzwerk soll eine Plattform für Innovationen bieten. Die Kuratoren haben diesen Ansatz mit dem Format der Ausstellung nochmals auf einen neuen qualitativen Level gehoben.“

„Einfach machen lassen“

Dass die positive Gesamt-Einschätzung von fachlicher Seite geteilt wird, freut die Verantwortlichen besonders: „Wir müssen nicht unbedingt groß sein, sondern innovativ“, lautete das Experten-Fazit in den Diskussionsrunden. Die schönste Bestätigung kam von Arno Votteler selbst. Er war Unterstützer der ersten Stunde als es darum ging, der Kreativwirtschaft in Freudenstadt eine Plattform zu geben. Sein Fazit am Ende der Veranstaltungsreihe: „Hier gibt es ein hervorragendes Zentrum der Kreativwirtschaft, bei dem man nichts anderes tun muss, als die Leute machen zu lassen.“